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Corona-Virus: Aktuelle Pressemitteilungen des Landratsamtes Sigmaringen

Autor: Frau Greiner
Artikel vom 16.03.2020

Aktuelle Pressemitteilungen vom Landratsamt Sigmaringen finden Sie ab sofort unter www.landkreis-sigmaringen.de

Pressemitteilung vom 08.04.2020: Bleibt zuhause, auch über Ostern

Bleibt zuhause, auch über Ostern – Kirchen, Ärzte, Hilfsorganisation und Behörden im Landkreis Sigmaringen starten gemeinsamen Aufruf

60 Gesichter zeigen es – im Kreis Sigmaringen wird mit vereinten Kräften gegen das Coronavirus gekämpft. Vertreter der Kirchen, der Kliniken, der niedergelassenen Ärzte, der Hilfsorganisationen, der Polizei, der Bundeswehr, sowie die 25 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zeigen gemeinsam mit Landrätin Bürkle im wahrsten Sinne des Wortes Gesicht in einer gemeinsamen Kampagne.

In den Tageszeitungen im Kreis und auf den Homepages und Social Media Auftritten der Institutionen wurde die Kampagne am Donnerstag in einer konzentrierten Aktion unter die Menschen gebracht. Auf dem Motiv sind alle Gesichter der Beteiligten zu sehen. „Wir wollen zeigen: Ärzte, Pflegekräfte, Hilfsorganisationen und Behörden arbeiten gemeinsam daran, den Menschen, die an Corona teilweise schwer erkrankt sind, zu helfen“, sagt Landrätin Stefanie Bürkle. „Doch wir können nur erfolgreich sein, wenn jeder einzelne weiterhin konsequent körperliche Kontakte meidet und zu Hause bleibt.“ Nur dadurch könne man die Ausbreitung des Virus reduzieren. „Sie können durch Ihr zuhause bleiben mithelfen, Menschenleben zu retten.“

Um die Menschen vor Ostern nochmals auf zu rütteln, dass auch Feiern im Familienkreis die Gefahr bergen, den Virus weiter zu verbreiten, haben sich alle im Kreis Sigmaringen zusammen getan. „Wir alle bitten Sie: Bleiben Sie zu Hause und verzichten Sie, auch wenn es schwer fällt, auf den Osterbesuch bei der Familie. Wir alle arbeiten über die Feiertage weiter, bitte unterstützen Sie uns und bleiben Sie zu Hause“ sagt Landrätin Stefanie Bürkle stellvertretend für alle Beteiligten.

Pressemitteilung vom 07.04.2020: Landkreis verteilt Schutzausrüstung an Klinik und Pflegeheime

Ausrüstung zum Schutz vor dem Coronavirus ist weltweit knapp. Auch im Kreis Sigmaringen schwinden die Vorräte, akute Engpässe bestehen aktuell aber nicht. Zur Sicherstellung der Versorgung helfen sich Landratsamt, Kliniken und DRK bei der Beschaffung von Schutzausrüstungen gegenseitig aus. Dezernent Dr. Bernhard Obert, in dessen Bau- und Umweltdezernat auch der Katastrophenschutz angesiedelt ist, kümmert sich mit seinem Team des Katastrophenschutzes gerade fast ausschließlich um die Beschaffung und Verteilung von Schutzausrüstung. Masken, Schutzkittel, Brillen und Handschuhe sind auf dem derzeit angespannten Markt für einzelne Einrichtungen fast nicht zu bekommen.

Das ist auch der Grund, warum der Kreis überhaupt aktiv wird. Denn grundsätzlich sollte sich jede Einrichtung selbst ausstatten. Der Kreis springt nur dort in die Presche, wo Schutzausrüstung knapp wird und auf dem Markt nicht zu bekommen ist. „Wir sind hier hoheitlich im Sinne der Gefahrenabwehr, nicht als Großhändler am Markt aktiv“, fasst Obert zusammen.

„Um unsere Einrichtungen im Landkreis auszustatten, aktivieren wir viele Kanäle, sind im Austausch mit dem Land, durchforsten den weltweiten Markt und holen uns tagtäglich etliche Angebote ein. Wir kaufen ein und geben es an die Einrichtungen weiter, deren Bestellungen derzeit nicht ausgeliefert werden. Wir sind sehr erleichtert, dass bisher nirgendwo Schutzausrüstung zur Neige ging und Engpässe verhindert werden konnten“, so Obert.

Anfang März verteilte das Gesundheitsamt erstmals mehrere Tausend Schutzmasken und Schutzkittel an die niedergelassenen Ärzte, weil dort damals Knappheit herrschte. Diese werden nun jedoch wieder primär über die Kassenärztliche Vereinigung versorgt. Der Landkreises hilft nun bei der Ausstattung der Kliniken, Pflegeheime und dann im Weiteren bei ambulanten Pflegediensten und Behinderteneinrichtungen. Vom Land erhielt Obert letzte Woche 1000 FFP2-Masken, 13.000 MNS-Masken und 11.000 Handschuhe, die an Kliniken und Pflegeheime verteilt wurden. Jedes Heim wurde so mit einer Grundausstattung ausgerüstet. Heute sind weitere 4500 FFP-2-Masken, 22.000 MNS-Masken und 650 Handschuhe eingetroffen.

Diese werden durch Mitarbeiter der Straßenmeistereien an die zu versorgenden Stellen direkt ausgefahren. Beliefert werden nun auch ambulante Pflegeeinrichtungen. Ist die morgige Lieferung verteilt, so sind die Kliniken, die Pflegeheime und die ambulanten Pflegeeinrichtungen mit den notwendigen Mengen versorgt. Der Kreis beschafft aber weiter, um auch in der Zukunft als Rückfallebene die Versorgung dieser Einrichtungen, aber auch von weiteren Stellen wie Reha-Kliniken und anderen sozialen Diensten in Notlagen sicher stellen zu können.

Bei der Beschaffung setzt Obert auf mehrere Kanäle, um nicht von einzelnen Lieferungen abhängig zu sein falls diese an der Grenze gestoppt werden oder der Händler unzuverlässig ist. Obert berichtet von windigen Angeboten aus aller Welt: „Es werden horrende Preise verlangt, Lieferzusagen nicht eingehalten, gefälschte Ware angeboten und dazu Vorkasse von bis zu 100% ohne jegliche Sicherheit verlangt. Da sind wir umso dankbarer, wenn wir Hinweise von Firmen bekommen, über die wir dann zuverlässig an Schutzausrüstungen kommen.“

So wurden z.B. über die Firma Späh heute 30.000 MNS-Masken geliefert. Geberit hat geholfen 15.000 FFP-2 Masken zu bestellen, die in Teilen kürzlich angeliefert wurden und zum Teil noch auf dem Weg in den Kreis sind. Auch mit weiteren Firmen steht der Landkreis im Kontakt. Es laufen Bestellungen in vielen Regionen der Welt. Durch den Aufruf Ende März hatten sich zahlreiche Firmen gemeldet, so dass kurzfristig 280 FFP2-Masken direkt von Firmen aus dem Landkreis beschafft werden konnten. Wichtig waren aber auch die Kontakte, die durch diesen Aufruf entstanden sind. Landrätin Stefanie Bürkle bekräftigt: „Für diese Unterstützung aus unserer Unternehmerschaft sind wir allen sehr sehr dankbar. Die Quellen, die uns unsere Unternehmen über ihre Wege erschlossen haben, sind für die Menschen im Landkreis unendlich segensreich.“

Der Landkreis hat derzeit für über 300.000 Euro Schutzausrüstungen gekauft bzw. Bestellungen zur Beschaffung aufgegeben.

Pressemitteilung vom 31.03.2020: 346 Coronainfizierte im Landkreis Sigmaringen

Der Landkreis veröffentlicht ab sofort die Fallzahlen und die Corona-Betroffenheit der Gemeinden auf der Homepage. Am 31. März vermeldet das Landratsamt Sigmaringen 346 positiv auf den Corona Virus getestete Personen. Das sind 16 mehr als gestern. 41 Personen konnten inzwischen wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Der Landkreis veröffentlicht unter landkreis-sigmaringen.de ab sofort auf der Startseite nicht nur diese Zahlen, sondern stellt auch dar, welche Gemeinden wie stark betroffen sind. Wie viele Fälle konkret in einer Gemeinde gemeldet sind, möchte die Kreisverwaltung aber bewusst nicht sagen. Ihr ist wichtig, gerade in kleineren Gemeinden, wo es wenige Fälle gibt, die Betroffenen zu schützen.

Pressemitteilung vom 30.03.2020: Bestätigte Corona-Infizierte | Übersicht zur Entwicklung der Corona Erkrankten

Die aktuelle Übersicht mit den Zahlen zu den labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen seit Ausbruch (318), den Personen, welche die Quarantäne regulär beenden konnten (41) und der Todesopfer (3) im Landkreis Sigmaringen steht Ihnen zum Herunterladen bereit.

Welche Gemeinde im Kreis wie stark vom Corona Virus betroffen ist, können Sie ebenfalls der  Übersicht entnehmen.

Pressemitteilung vom 29.03.2020: Aktuelle Zahlen

Im Landkreis Sigmaringen sind zum Stand 29. März 310 Personen am Corona Virus erkrankt. 41 Personen konnten inzwischen wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

Pressemitteilung vom 29.03.2020: Mediziner im Kreis Sigmaringen rüsten sich für mehr Corona-Patienten

Kassenärztliche Vereinigung baut Fieberambulanz auf und richtet Praxen mit Corona-Schwerpunkt ein.Landkreis veröffentlicht ab Montag auf Homepage Corona-Betroffenheit der Gemeinden.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und das Landratsamt bereiten sich mit Hochdruck auf steigende Patientenzahlen in Folge des sich immer weiter verbreitenden Corona Virus vor. Welche Planungen aktuell laufen und was sich in den letzten Tagen getan hat, stellten Landrätin Stefanie Bürkle und Dr. Stefanie Ullrich-Colaiacomo, Leiterin der Notfallpraxis Sigmaringen in einer Pressemitteilung vor.
Auch über das Wochenende ist die Zahl der bestätigten Infizierten weiter rapide angestiegen. Waren es am Freitag noch 262, zählt das Gesundheitsamt am Samstag bereits 302. „Die Zahlen zeigen, dass die harten Einschnitte, die wir alle im Moment hinnehmen müssen, absolut notwendig sind“, stellt Landrätin Stefanie Bürkle fest. Da mittlerweile in fast allen Gemeinden mehrere Personen infiziert sind und so keine Rückschlüsse mehr auf einzelne Betroffene möglich sind, hat sich der Kreis entschlossen, ab Montag auf seiner Homepage darzustellen, welche Gemeinden im Kreis wie stark vom Corona Virus betroffen sind. Schon jetzt lässt sich sagen, dass der Heuberg und das Lauchertal den Schwerpunkt bilden.
Dr. Ullrich-Colaiacomo berichtet, dass die Praxen der niedergelassenen Ärzte aktuell noch gut alle Bürgerinnen und Bürger untersuchen und beraten können. „Aber es werden jeden Tag mehr“, so die Medizinerin, die selbst eine Praxis in Sigmaringen betreibt. Um die Praxen dann zu entlasten, wird die KV nun eine sogenannte Fieberambulanz in Sigmaringen auf dem Areal der ehemaligen Graf Stauffenberg Kaserne ITZ eingerichtet. Ärzte werden dort gezielt Bürger auf Covid-19-Symptome untersuchen. „Bei den Untersuchungen ist Fieber als Symptom von hoher Bedeutung, weitere Symptome sind Husten, Gliederschmerzen, Halsschmerzen und eventuell Durchfall“, erläutert die Ärztin.
Stellt der Arzt fest, dass eine stationäre Behandlung im Krankenhaus sinnvoll erscheint, wird der Patient in die SRH-Klinik nach Sigmaringen gebracht und dort weiter untersucht. Ist dies nicht zwingend sofort notwendig, schlägt der Arzt bis auf weiteres dem Gesundheitsamt einen Test in der Corona-Teststelle in Hohentengen vor. Vom Gesundheitsamt wird der Bürger dann informiert, ob und wann er sich testen lassen kann. Die Fieberambulanz soll die Hausarztpraxen entlasten und gewährleisten, dass sich jeder rasch nach telefonischer Anmeldung durch den Hausarzt untersuchen lassen kann, falls der Hausarzt dies aufgrund mangelnder Schutzkleidung nicht selber leisten kann.
Die Fieberambulanz wird aktuell eingerichtet und soll voraussichtlich am kommenden Freitag in Betrieb gehen. „Der Landkreis unterstützt bei der Organisation und der Einrichtung der Liegenschaft“, wie Landrätin Stefanie Bürkle erläutert. Die Kassenärztliche Vereinigung stellt das Personal. Fünf Ärzte, die bislang nicht in Praxen tätig waren oder aus dem Ruhestand zurück kehren werden dort arbeiten. Weitere Anlaufstellen niedergelassener Ärzte für die Bürger, die glauben, sich mit Coronaviren angesteckt zu haben, sind auch die nun eingerichteten Corona-Schwerpunkt-Praxen, welche auf Zuweisung von Hausärzten spezielle Infektsprechstunden anbieten. Es sind bis jetzt eine Praxis in Ostrach und eine in Bad Saulgau geplant.
Um darüber hinaus auch für weiter steigende Coronaerkrankungen gerüstet zu sein, hat das Landratsamt am Wochenende 188 Betten in der Kreissporthalle in Sigmaringen aufgestellt. „Ob wir diese einmal brauchen, wissen wir heute noch nicht – wir alle hoffen, dass sie auch in Zukunft leer bleiben. Aber: wir wollen Vorsorge für alle Eventualitäten treffen. Daher nutzen wir die Zeit jetzt, um uns so gut wie nur irgend möglich vorzubereiten.“ so Landrätin Stefanie Bürkle. Zuletzt hatten auch der Bodenseekreis oder der Zollernalbkreis Notbetten in Hallen geschaffen.

Pressemitteilung vom 28.03.2020: Aktuelle Zahlen

Im Landkreis Sigmaringen haben sich zum 28. März 302 Personen mit dem Corona Virus infiziert. Das sind 40 Personen mehr als gestern. 41 Personen konnten inzwischen wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

Pressemitteilung vom 27.03.2020: Im Landkreis Sigmaringen haben sich zum 27. März 262 Personen mit dem Corona Virus infiziert.

Das sind 55 Personen mehr als gestern. 39 Personen konnten inzwischen wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

Pressemitteilung vom 26.03.2020: Zahl der Corona-Infizierten steigt immer schneller

Die Zahl derer, die im Landkreis Sigmaringen positiv auf das Corona Virus getestet wurden, steigt immer stärker an. Zum 26. März sind es 207 Personen. Das sind 44 Personen oder 21% mehr als gestern. Die Zahl der Infizierten hat sich in den vergangenen fünf Tagen verdoppelt.

Erfreulich ist aber, dass es nun auch immer Personen aus der Quarantäne entlassen werden können. Heute waren es 32, gestern noch 13.

Nach wie vor ist es wichtig, in allen Fällen die Kontaktpersonen der Infizierten festzustellen und zu kontaktieren. Daher verdoppelt der Landkreis das Personal, das in diesem Bereich eingesetzt ist. Weiter verstärkt wird auch die Hotline des Gesundheitsamts. Sie ist künftig 7 Tage die Woche von 8 bis 17 Uhr zu erreichen. Auch im Bereich der Betreuung des Mailpostfachs coronaverordnung@lrasig.de, dass die richtigen Ansprechpartner für rechtliche Fragen vermittelt, wird personell verstärkt.

Pressemitteilung vom 25.03.2020: Landkreis ruft Firmen auf Schutzausrüstung anzubieten

Landrätin Stefanie Bürkle wendet sich mit einem Appell an alle Firmen: „Das Krankenhaus, die Ärzteschaft und die Rettungsdienste geben aktuell alles im Kampf gegen Corona. Doch ohne die notwendige Schutzausrüstung ist an vielen Stellen die Arbeit nicht mehr möglich. Da Schutzausrüstung am Markt kaum mehr zu bekommen ist, rufe ich alle Firmen, die Schutzausrüstung vorhalten oder produzieren, auf, sich bei uns zu melden.“

Der Landkreis hat in den letzten Tagen bereits über 30 Firmen abtelefoniert und so rund 150 Schutzmasken in FFP-2 erhalten. „Darüber sind wir sehr dankbar“, so Bürkle. Auch weiterhin wird der Kreis Firmen anrufen.

Das Landratsamt bittet nun aber auch alle Firmen, die FFP-2- oder FFP-3-Schutzmasken und –Anzüge (DIN EN 14126) sowie Mund- und Nasenschutz vorrätig haben, diese dem Landkreis aktiv anzubieten. Das Landratsamt unterstützt damit das Krankenhaus, die Ärzteschaft und die Rettungsdienste.

Firmen, die Ausrüstung anbieten können, können sich telefonisch unter 07571/102-5114 oder per Mail unter schutzausruestung@lrasig.de melden.

Im Landkreis Sigmaringen sind zum Stand 25. März 163 Personen positiv auf das Corona Virus getestet worden. 13 Personen sind wieder genesen.

Pressemitteilung vom 24.03.2020: Landkreis weitet Beratungsangebot aus: Alle ordnungsrechtlichen Fragen werden über post.coronaverordnung@lrasig.de beantwortet

Die von der Landesregierung erlassene Corona-Verordnung legt nun Verhaltensregeln fest, löst in der praktischen Umsetzung aber auch Fragen aus. Jeder Einzelne ist bestrebt gute Lösungen zu finden, um unter Einhaltung der Verordnung seine Einrichtung, Betrieb oder Dienstleistung weiterzuführen. Bei der Suche nach Lösungen steht von nun an der Fachbereich Recht und Ordnung des Landratsamtes in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Landkreis Sigmaringen mit Rat zur Verfügung.

Ratsuchende können sich via Mail unter post.coronaverordnung@lrasig.de an das zentrale Postfach wenden. Von dort aus werden die Anfragen an den passenden Ansprechpartner weitergeleitet, welcher dem Fragestellenden dann mit Rat oder weiterführenden Informationen gerne zur Verfügung steht.

Landrätin Stefanie Bürkle beschreibt diesen neuen Service so: „So vielfältig die Auswirkungen der Corona-Pandemie in unserer Gesellschaft nun sind, so vielfältig sind die uns erreichenden Fragen. Das zentrale Postfach kommt dabei einem Lotsen gleich, der die Fragen an die richtige Stelle in unserem Haus weiterleitet. Sollten wir auf eine Frage im Haus keine Antwort finden, so versuchen wir den richtigen Ansprechpartner zu vermitteln.“

Neben dem Callcenter des Gesundheitsamtes, welches sich speziell um die gesundheitlichen Fragen wie der Ansteckung und dem Kontaktpersonenmanagement kümmert, wird das zentrale Postfach alle ordnungsrechtlichen Fragen abdecken. Dies sind vor allem Fragen zum jetzt erlassenden Kontaktverbot, zur Schließung von Einrichtungen, zu zulässigen und nicht zulässigen Dienstleistungen und Handelsbetrieben sowie zu noch möglichen Zusammenkünften.

Für Gewerbetreibende stehen alle relevanten Informationen unter www.wirtschaftsradar.net gebündelt zur Verfügung.

Für existenzielle Fragen und finanzielle Hilfen hat auch das Wirtschaftsministerium eine Corona-Hotline eingerichtet. Diese ist unter 0800 40 200 88 von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr gebührenfrei zu erreichen und mit Experten zu vielen Wirtschaftsthemen besetzt.

Weiterhin ist das Callcenter des Gesundheitsamtes für alle gesundheitlichen Fragen täglich von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr unter 07571 102-6466 zur erreichen.

Das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg ist von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 18 Uhr unter der Nummer  0711 904-39555 erreichbar.

Die Hotline des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Nummer 030  346 465 100 zu erreichen.
 

Im Landkreis Sigmaringen gibt es zum 24. März 128 Covid-19-Erkrankte. 3 Personen sind wieder genesen.

Pressemitteilung vom 23.03.2020: Landkreis und SRH Kliniken sind auf die weitere Ausbreitung des Coronavirus gut vorbereitet

Im Landkreis Sigmaringen sind zum 23. März 104 Personen positiv auf das Corona Virus getestet worden. 3 Personen sind mittlerweile wieder aus der Quarantäne entlassen, das heißt, sie zeigen nach ihrer Ansteckung keine Symptome mehr. Die Zahl der positiv getesteten Personen ist allenfalls nur noch ein Indikator für die Ausbreitung des Virus im Kreis Sigmaringen. In den Laboren gibt es mittlerweile Wartezeiten von zwei oder mehr Tagen, aktuell sind noch 250 Testergebnisse ausstehend.

Aus diesem Grund müssen die Kriterien, wer getestet werden kann, weiter verschärft werden. Es müssen ein enger Kontakt zu einem bestätigten COVID-19 Fall und eine deutliche typische Symptomatik vorliegen. Berücksichtigt wird auch eine berufliche Tätigkeit im medizinischen oder pflegerischen Kernbereich oder im Bereich der kritischen Infrastruktur. Sollte ein Arzt einen Test empfehlen, das Gesundheitsamt ihn aber wegen mangelnder Kapazitäten anders priorisieren müssen, erhält der Arzt unverzüglich eine Rückmeldung.

Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass die Zahl der Virusträger möglicherweise höher ist als die der 104 Personen, bei denen es nachgewiesen werden kann. Wir ermitteln aber nach wie vor in jedem Fall sorgfältig und prüfen alle Kontaktpersonen. Mittlerweile können wir aber nicht mehr alle Infektionsketten nachvollziehen. Wir müssen also davon ausgehen, dass das Virus nun auch Personen in sich tragen, die nicht in Risikogebieten waren. „Daher appelliere ich nochmals an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger im Kreis, sich an die vorgeschriebenen Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkungen und die Hygieneempfehlungen zu halten. Das Virus ist nun allgegenwärtig“, so Landrätin Stefanie Bürkle.

Kliniken schaffen zusätzliche Kapazitäten für Covid-19 Patienten

Die SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen haben eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, um auch bei einer weiter dynamischen Ausbreitung des  Coronavirus die Patientenversorgung sicherzustellen.

Seit Anfang letzter Woche wurden alle plan- und verschiebbaren Aufnahmen sowie stationäre und ambulante Operationen an allen drei SRH Krankenhäusern Im Landkreis Sigmaringen bis auf weiteres ausgesetzt. Am Standort Sigmaringen wurde eine zentrale Corona-Station eingerichtet, in der bis zu 22 infizierte Patienten behandelt werden können. Eine Ausweitung ist bis auf 42 Betten möglich. Zusätzlich wird aktuell eine spezielle Erstaufnahme-Station mit 11 Betten für Virusverdacht-Patienten eingerichtet. Mit Stand heute haben wir am SRH Krankenhaus Sigmaringen darüber hinaus 14 Intensivbetten und 10 Beatmungsplätze. Aktuell wird für die Intensivüberwachung, prophylaktisch eine weitere Station aufgebaut.

Die fachgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung durch Ärzte und intensivmedizinisch geschultes Personal ist gewährleistet. Um die erforderlichen Personalressourcen für diese herausfordernde Situation sicher zu stellen, wurde in Bad Saulgau eine Station geschlossen und in Pfullendorf die Kapazität für den Regelbetrieb reduziert. Das Personal wird am Standort Sigmaringen eingesetzt. Um die Kapazität in der Intensivpflege erhöhen zu können,  falls es die Entwicklung der Coronavirus-Ausbreitung fordert, wird derzeit weiteres Pflegepersonal geschult.

Patienten mit Verdacht auf Corona-Infektion und infizierte Patienten werden ausschließlich im SRH Krankenhaus Sigmaringen behandelt.  In den SRH Krankenhäusern in Pfullendorf und Bad Saulgau werden jetzt ausschließlich Patienten ohne Corona-Infektion und ohne Corona-Verdacht behandelt, um den Standort Sigmaringen bei der Patientenversorgung zu entlasten. Dies ist ein aktueller Status, der je nach Entwicklung der Ausbreitung und Infektionsrate im Landkreis gegebenenfalls erneut angepasst werden muss.

Strukturierte Vorgehensweise mit Maßnahmenbündelung

„Innerhalb einer Woche haben wir durch eine strukturierte Herangehensweise ein konzentriertes Maßnahmenpaket und mit Hilfe unserer sehr engagierten Mitarbeiter die Grundlagen für eine  gute Patientenversorgung in dieser besonderen Situation etablieren können“, erklärt Professor Dr. Georg von Boyen, Ärztlicher Direktor der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen. „Wir haben ein spezielles Corona-Kernteam zusammengestellt, das sich mindestens einmal täglich abstimmt, um zeitnah und effektiv die jeweilige Tagessituation zu analysieren und entsprechende Maßnahmen festzulegen.“

In diesem Team werden bspw. auch Möglichkeiten geprüft, um die bestehenden Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten ggf. weiter ausbauen zu können, falls der  Coronavirus sich weiterhin so stark ausbreitet.

Gibt es Materialengpässe?

In vielen Kliniken ist derzeit durch die dynamische Ausbreitung des Coronavirus  die rechtzeitige Materialbeschaffung ein großes Thema.  „Wir haben in allen Beschaffungsfragen die Unterstützung des SRH Konzerns, das macht es uns an manchen Stellen etwas leichter. So hat uns bspw. die Schwesternklinik, das SRH Waldkrankenhaus Gera, schnell und unbürokratisch drei Beatmungsgeräte zur Verfügung gestellt, sodass wir unsere Kapazität kurzfristig erhöhen konnten“, erklärt Christine Neu, Interimsgeschäftsführerin der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen. „Zudem profitieren wir von der Situation, eine eigene Apotheke am Standort Sigmaringen zu haben. Sie produziert vor Ort Desinfektionsmittel, mit denen wir den eigenen Bedarf ergänzen können.“

Besucherstopp in den  SRH Krankenhäusern

Um die Weiterverbreitung des Coronavirus und das Infektionsrisiko für Patienten zu minimieren, besteht an  allen drei Standorten (Sigmaringen, Bad Saulgau, Pfullendorf) seit letzter Woche ein Besuchsverbot. Ausgenommen davon sind lediglich Angehörige, die einen im Sterben liegenden Patienten besuchen wollen, eine Begleitperson, welche eine Schwangere bei der Geburt begleiten möchte und die Begleitperson eines minderjährigen Kindes.

Zentrale Sichtung für ambulante und stationäre Patienten

Am SRH Krankenhaus  Sigmaringen befindet sich der Zugang für fußläufige ambulante und stationäre Patienten ab sofort rechts vom Haupteingang. Dies gilt auch für Patienten, die in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) möchten.  Die Wegeführung ist ausgeschildert.  Mit dieser Maßnahme können wir sicherstellen, dass  die erste Patientensichtung durch Ärzte alle Schutzmaßnahmen erfüllt, die vom Robert-Koch-Institut empfohlen sind.

Kooperation mit Waldburg-Zeil-Kliniken

Mit dem privaten Klinikenverbund Waldburg-Zeil-Kliniken konnten wir die Vereinbarung  treffen, dass nicht-Corona-Patienten nach einem akutstationären Krankenhausaufenthalt weiterhin adäquat und zügig in die Rehabilitation übergeben werden können.

Pressemitteilung vom 23.03.2020: Kreismedienzentrum wird zum Callcenter, Hotline des Gesundheitsamtes besser und länger erreichbar

Um die Fragen von Bürgern und Institutionen rund um das Thema Corona noch besser aufnehmen zu können, wandelt der Landkreis Sigmaringen das Kreismedienzentrum in ein Callcenter um.

„Nachdem am vergangenen Montag 1.500 Telefonate über die Hotline des Gesundheitsamtes eingingen, pendeln sich die Anrufe bei durchschnittlich 600 Anrufen pro Tag ein“, berichtet die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit Dr. Susanne Haag-Milz. „Um allen Anrufern gerecht zu werden, haben wir die Woche genutzt, um weitere Kollegen aus dem Landratsamt für die Hotline zu schulen, die nun im neu eingerichteten Callcenter im Kreismedienzentrum eingesetzt werden können“. 

Sie zeigt sich dankbar über den Einsatz ihrer neuen Kollegen: „Es freut mich, dass wir durch die Maßnahme nun auch die Zeiten der Hotline erweitern können. Von nun an sind wir für unsere Bürger und Institutionen unter 07571 102-6466 täglich von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr zu erreichen. Es ist großartig, dass das Gesundheitsamt nun Unterstützung aus dem ganzen Haus erfährt.“

Dem Team im Callcenter werden Fragen aus allen Lebensbereichen gestellt. Ramona Widmann berichtet „Wir geben unser bestmögliches und versuchen, gezielt zu informieren. Viele Bürger und Institutionen zeigen sich besorgt und suchen nach Rat, wie sie sich in ihrer Situation verhalten sollen. Die Lage ist für viele Menschen beunruhigend, daher nehmen wir auch jedes Anliegen ernst“

Widmann sitzt seit 7 Tagen an der Hotline : „Auffällig ist, dass an Covid-19 erkrankte Personen nun vermehrt ins persönliche Umfeld der Anrufer rücken und so häuft sich beispielsweise die Frage, wie man sich verhalten soll, wenn ein Freund einer Freundin nun den Virus hat oder was zu tun ist, wenn man Kontakt zu einem an Covid-19 Erkrankten hatte. Wir klären dann entsprechend auf und erläutern, dass man aktuell davon ausgeht, dass eine Ansteckungsgefahr bereits 2 Tage vor Beginn der ersten Krankheitssymptome bestehen kann. Personen, die engen Kontakt zu Erkrankten hatten, werden direkt vom Gesundheitsamt informiert. Für Personen, die lediglich Kontakt zu nicht erkrankten Kontaktpersonen hatten, bestehen lediglich die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen.“. 

Ulrike Thalec berichtet von weiteren häufig gestellten Fragen. „Oft bekomme ich die Frage gestellt - Ich hatte Kontakt und möchte wissen, wo ich einen Abstrich bekommen kann? – Diesen Personen antworte ich dann, dass ein Abstrich nur bei vorhandenen Symptomen erfolgt und als erstes der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren ist. Dieser entscheidet dann über die Notwendigkeit eines Abstriches, führt diesen gleich durch oder vermittelt an ein Testzentrum.“

Zudem möchten die Leute oft wissen, wer ihnen den Verdienstausfall zahlt, da sie wegen der Isolation nicht arbeiten können. „Diesen Personen kann ich dann Auskunft geben, dass bei Quarantäneanordnungen für Erkrankte und Kontaktpersonen, ein Anrecht auf Lohnersatzleistung über das Infektionsschutzgesetz besteht. Dies gilt jedoch nur bei Quarantänemaßnahmen, nicht bei Empfehlungen“, so Ulrike Thalec.

Susanne Haag-Milz zeigt sich mit der Arbeit des Callcenter-Teams zufrieden. „Alle packen mit an, nehmen die Anrufe konzentriert auf und lassen sich auf jeden einzelnen ein. Nach dutzenden Anrufen schwirrt den Mitarbeitern verständlicherweise dann auch mal der Kopf. Deswegen sind wir trotz der Aufstockung des Personals dankbar, wenn sich Fragende zunächst auf der Homepage unterwww.landkreis-sigmaringen.de/coronavirus informieren. Auf viele Fragen kann dort schon eine Antwort gefunden werden und uns bleiben mehr Ressourcen für die Beratung von Menschen im Umfeld von bestätigten Erkrankungsfällen.“ 

Haag-Milz fügt hinzu: “Sollten die Informationen auf der Homepage nicht ausreichen und alle Leitungen der Hotline belegt sein, helfen auch die zentralen Hotlines 0711 904-39555 oder 030  346 465 100gerne weiter. Informationen für Unternehmen, Einzelhändler und Selbstständige stehen auf der Internetseite der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Landkreis Sigmaringen (WIS) wirtschaftsradar.net bereit.“ 

Pressemitteilung vom 20.03.2020: Abläufe eingespielt: Corona Testcenter fährt Betrieb hoch

Nach dem zweiten Betriebstage haben sich die Abläufe im Corona Testzentrum in Hohentengen eingespielt. Ab heute Abend können zwischen 18 und 21 Uhr 60 Tests durchgeführt werden. „Mehr schaffen die Labore aktuell nicht zu untersuchen“, erläutert Dr. Susanne Haag-Milz, die Leiterin des Gesundheitsamts. Sobald zusätzliche Laborkapazitäten verfügbar sind, kann in Hohentengen noch mehr getestet werden.

Zum Stand 20. März haben sich im Landkreis 74 Menschen mit dem Virus angesteckt. Dies sind 16 mehr als die gestern vermeldeten 58. Die Zahl der Infizierten steigt somit auch im Kreis Sigmaringen immer stärker an.

Landrätin Stefanie Bürkle bittet alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises, am Wochenende so gut es geht zu Hause zu bleiben, und sich dort nicht mit anderen zu treffen. „Nur wenn wir uns alle strikt an die Regeln halten, lässt sich eine Ausgangssperre noch verhindern“, so Bürkle. Die heutige Besprechung im Verwaltungsstab mit Polizei, Rettungsdiensten, Bundeswehr, Ärzteschaft und Bürgermeistern habe gezeigt, wie ernst die Lage ist.

Pressemitteilung vom 19.03.2020: Krankenhäuser und Landkreise in der Region stimmen sich ab

Auf Einladung der drei Landratsämter Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen trafen sich gestern Abend in Ravensburg die Führungen des Medizin Campus Bodensee und des Helios Spital Überlingen aus dem Bodenseekreis, der Waldburg-Zeil-Kliniken und der Oberschwabenklinik aus dem Landkreis Ravensburg, der SRH-Kliniken aus dem Landkreis Sigmaringen sowie der Rettungsdienste, um sich zusammen mit Vertretern der drei Landratsämter zur Corona-Epidemie auszutauschen und die Möglichkeiten eines gemeinsamen Vorgehens auszuloten.

Die Konzepte der Krankenhäuser für die intensivmedizinische Betreuung von Corona-Patienten standen dabei ebenso auf der Tagesordnung wie beispielsweise Schutzmaßnahmen für Patienten und Klinikbeschäftigte.

„Wir in der Region Bodensee-Oberschwaben unterstützen uns, wo es geht. Wir setzen alles daran, dass die Gesundheitsversorgung in der Region so gut es geht erhalten bleibt. Auch wenn aktuell alles zunächst darauf ausgerichtet werden muss, so viele Covid-19-Patienten wie möglich zu versorgen“, sagt Landrätin Stefanie Bürkle.

Pressemitteilung vom 19.03.2020: Corona Testcenter läuft gut an

Das Corona Testcenter in Hohentengen hat gestern Abend seinen Betrieb aufgenommen. Nachdem bis wenige Stunden vorher noch alles gut vorbereitet worden war, lief der Start um 18 Uhr dann reibungslos ab. Bis 21 Uhr konnten die geplanten 18 Tests durchgeführt werden. Die Untersuchten erhalten ihre Ergebnisse dann vom Gesundheitsamt. Die Verantwortlichen möchten nun mehr Tests durchführen, sobald sich die Abläufe eingespielt haben.

„Über das Wochenende bis kurz vor dem Start haben das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, die Feuerwehr und das THW angepackt und das Testcenter aufgebaut – alles ehrenamtlich, alles kurzfristig, alles hochprofessionell. Ich bin heilfroh, dass wir im Landkreis so engagierte Menschen haben. Ich sage von Herzen danke“, wird Landrätin Stefanie Bürkle in der Pressemitteilung des Landkreises zitiert.

„Mein Dank gilt auch den Ärzten und dem medizinischen Personal, dass nun nach Feierabend die Tests vornehmen. Der Landkreis rückt zusammen, alle packen an gegen Corona!“, so Bürkle.

Damit sich der Einsatz der Hilfsdienste, Ärzte und Mitarbeiter des Gesundheitsamts und des Katastrophenschutzes, die oft von morgens bis spät in die Nacht und auch am Wochenende arbeiten, auch lohnt, bittet die Landrätin die Bürgerinnen und Bürger nochmals darum, soziale Kontakte zu meiden: „Bleiben Sie zu Hause und wenn Sie raus müssen, halten Sie Abstand zu anderen Personen. Nur wenn jeder mithilft und sich einschränkt, schaffen wir es, gegen das Virus anzukommen.“

Anders wie in anderen Kreisen waren nur wenige Menschen gekommen, die sich ohne Termin des Gesundheitsamts testen lassen wollten. So konnte alles geordnet ablaufen. Wer glaubt erkrankt zu sein, solle sich zunächst an den Hausarzt wenden. Er nimmt dann Kontakt mit dem Gesundheitsamt auf, das entscheidet, ob ein Test erforderlich ist. Der Patient erhält dann einen Termin. Tests ohne Termin sind nicht möglich. Darauf hatte das Gesundheitsamt immer wieder hingewiesen. Arztpraxen und die SRH-Kliniken testen weiterhin auch selbst. Die SRH-Kliniken führen allerdings keine Abstriche mehr für Externe durch.

Im Landkreis Sigmaringen sind zum Stand 19.03. 58 Personen am Corona Virus erkrankt. Gestern waren es 48, am Dienstag 37 Personen.

Pressemitteilung vom 17.03.2020: Gesundheitsamt aufgestockt, Hilfsdienste bauen Testcenter auf: Landkreis packt an gegen Corona

Der Landkreis setzt alles daran, die weitere Verbreitung des Corona Virus einzudämmen. Regulär arbeiten 7 Ärzte, 7 medizinische Fachkräfte und 14 weitere Mitarbeiter im Gesundheitsamt. „Letzte Woche haben bereits 10 Kollegen aus anderen Fachbereichen unterstützt, im Laufe der Woche kommen nochmals 20 neue hinzu“, informiert Landrätin Stefanie Bürkle. „Wir arbeiten 7 Tage die Woche und haben das Personal im Gesundheitsamt verdoppelt, um alle Kontaktpersonen zu identifizieren und zu beraten“, so Bürkle.

Aus Bereichen, deren Arbeit aufgeschoben werden kann, wie beispielsweise dem Kulturamt, dem Kreismedienzentrum, der Jugend- und Medienakademie werden Mitarbeiter abgezogen.

Die Zahl der eingehenden Telefonate an der Hotline des Gesundheitsamtes zeigt, vor welchen Herausforderungen die Behörde steht. Anfang März riefen noch 20 Personen pro Tag an, letzte Woche waren es im Schnitt schon 120 und am gestrigen Montag über 1500. Um die Anrufe weiter bearbeiten zu können, werden nun weitere Personen geschult und im Callcenter eingesetzt. Die Hotline ist unter 07571 102-6466 täglich von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 16:00 Uhr zu erreichen.

Dr. Susanne Haag-Milz, die Leiterin des Gesundheitsamts bittet aber alle Bürger zunächst die Informationen auf der Homepage zu prüfen und bei den zentralen Hotlines 0711 904-39555 oder 030  346 465 100 anzurufen. „Obwohl, wir immer mehr Leute einsetzen, schulen und Telefonplätze einrichten, schaffen wir es nicht, alle Anfragen zu beantworten“, sagt Haag-Milz. Die Landkreishotline sollte nicht für allgemeine Fragen genutzt werden.

„Wichtig“, so Haag-Milz: „Wer glaubt infiziert zu sein, muss nach wie vor telefonisch beim Hausarzt anrufen.“

Was tun die Mitarbeiter im Gesundheitsamt aktuell konkret?

Dort laufen alle Informationen zum Corona Virus im Landkreis zusammen. Den ganzen Tag bis spät am Abend treffen Laborergebnisse ein. Bei positivem Befund wird so rasch als möglich die betroffene Person zu informiert, befragt und es werden Anweisungen zu Quarantänemaßnahmen gegeben. Es gilt, alle Kontaktpersonen zu ermitteln und abzuklären, welche Maßnahmen enge und weniger enge Kontakte einhalten müssen. „Selbstverständlich gehen wir jedem bestätigten Fall nach und sorgen für die Information und Beratung aller Kontaktpersonen“ stellt Haag-Milz klar. Angesichts der mittlerweile 37 Fälle ein enormer Aufwand – sind doch mit jedem Fall durchschnittlich circa 60 Kontaktpersonen verbunden, die angerufen werden müssen.

Eine weitere Aufgabe der zusätzlich eingesetzten Mitarbeiter ist auch die Hotline. An der Hotline werden besorgte Bürger und Institutionen beraten. Das ärztliche Personal nimmt sich der komplexen Fälle an und stimmt sich eng mit dem Landesgesundheitsamt  ab. Fragen, in wie weit etwa enge Kontaktpersonen von Infizierten, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, weiterhin arbeiten können, gilt es abzuklären. Hier muss für jeden individuell eine Lösung gefunden werden.

Mit den Ärzten und der Klinik sind die Mitarbeiter in ständigem Kontakt. „Neben fachlichen medizinischen Fragen geht es oft auch darum, wer noch welche Ausrüstung benötigt und verfügbar hat.“

Mittlerweile unterstützt das gesamte Landratsamt das Gesundheitsamt. Täglich tagt der Krisenstab, in dem geprüft wird, welche Maßnahmen mit welcher Unterstützung umgesetzt werden können. Hier kommen Amtsleiter aus allen relevanten Fachbereichen zusammen.

Aktuell verdoppelt sich die Zahl der Infizierten alle zwei Tage. „Wir versuchen nun alles zu tun, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen“ stellt Landrätin Bürkle klar.

Pressemitteilung vom 17.03.2020: 37 Corona Fälle, Testcenter geht morgen in Betrieb

Seit Dienstag gibt es 37 Coronafälle im Landkreis Sigmaringen. Ein über 80 jähriger Patient, der an einer schweren Lungenentzündung litt, wurde gestern ins SRH-Krankenhaus Sigmaringen eingeliefert. Er verstarb dort wenig später. Bei ihm wurde auch das Corona Virus festgestellt.

Aktuell sind noch 219 Tests offen, das Gesundheitsamt rechnet mit weiter rapide steigenden Fallzahlen in den nächsten Tagen.

Auch angesichts dieser Nachricht erneuert Landrätin Stefanie Bürkle ihren eindringlichen Appell an die Bürger, zuhause zu bleiben. „Wer trotz Quarantäne sich unter anderen Menschen aufhält, riskiert, dass das Virus an ältere und erkrankte Mitbürger weitergegeben wird. Und für diese kann es mitunter tödlich enden.“ Auch all diejenigen, die keine Quarantäne haben, bittet die Landrätin, soziale Kontakte zu meiden: „Sport in Gruppen, Treffen mit Freunden im Bauwagen, der Eisdiele oder dem Restaurant müssen nun nicht mehr zwingend sein.“

Testcenter geht morgen in Betrieb

Das Testcenter in der ehemaligen Oberschwabenkaserne in Hohentengen geht morgen Abend in Betrieb. Die Feuerwehr, das Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst haben gemeinsam die Container-Test-Station eingerichtet. Sie unterstützen nun auch beim Betrieb. Das medizinische Personal sowie der anwesende Arzt wird von der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt. „Mein Dank geht an die Hilfsorganisation und die Ärzteschaft im Kreis. Nur dank ihrer raschen Hilfe konnten wir das Testcenter nun so rasch auf die Beine stellen“, sagt Landrätin Stefanie Bürkle. Die Mitarbeiter dort arbeiten künftig tagsüber in ihre Praxen nach Feierabend in der Teststelle zusätzlich.

Die Teststelle soll zur Entlastung der Hausärzte und der Krankenhäuser dienen.
Tests sollen zunächst von 18 bis 21 Uhr durchgeführt werden.

Wichtig: getestet werden kann nur, wer einen Termin vom Gesundheitsamt erhalten hat. Wer glaubt, sich mit dem Corona Virus angesteckt zu haben, soll telefonisch Kontakt zum Hausarzt aufnehmen. Dieser prüft, ob ein Test sinnvoll ist und leitet den Namen an das Gesundheitsamt weiter. Der Patient erhält dann vom Gesundheitsamt einen Termin. Menschen, die ohne Termin die Teststelle aufsuchen, müssen abgewiesen werden.

Kfz-Zulassung nur nach Termin, aber dafür täglich bis 17 Uhr möglich

Die Zulassungsstellen in Bad Saulgau und Pfullendorf bleiben ab Morgen komplett bis voraussichtlich 19. April 2020 geschlossen. Es sind nur noch Zulassungen  mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. Termine können online vereinbart werden unter www.landkreis-sigmaringen.de/de/Online-Terminreservierung-KFZ-Zulassungsstelle

Um möglichst vielen Menschen einen Termin anbieten zu können wird die Zulassungsstelle von montags, dienstags, mittwochs und freitags von 7.30 – 17.00 Uhr und donnerstags von 7.30 – 18.00 Uhr  besetzt sein. Dies sind insgesamt 17,5 Stunden mehr als bisher.

Sonn- und Feiertagsbeschäftigung sowie Abweichung von täglicher Höchstarbeitszeit wird erleichtert

Wer in Bereichen arbeitet, die zur Versorgung der Bevölkerung unmittelbar notwendig sind, darf künftig zwölf statt zehn Stunden täglich arbeiten. Auch sonntags darf künftig gearbeitet werden. Dies gilt auch für die Logistik des täglichen Bedarfs sowie die für die Produktion aller Waren, die zur Bekämpfung des Corona Virus notwendig sind.

Dies hat das Landratsamt eben angeordnet, nachdem das Land alle Kreise in Baden-Württemberg dazu angehalten hatte. Zu finden ist die Anordnung auf landkreis-sigmaringen.de bei amtliche Bekanntmachungen.

Pressemitteilung NALDO Verkehrsbund vom 17.03.2020: Ab Montag, 23. März 2020 gilt im Busverkehr im naldo der Ferienfahrplan

Pressemitteilung vom 16.03.2020: Landrätin und Bürgermeister rufen Menschen eindringlich auf, Kontakte zu meiden

Am Abend haben sich Landrätin Stefanie Bürkle und alle Bürgermeister des Kreises in einer Telefonkonferenz über die Aufgaben, die zur Bekämpfung des Corona Virus jetzt anstehen, ausgetauscht.

Stefanie Bürkle ruft alle Bürger des Kreises zur Mithilfe auf: „Jetzt kommt es auf jeden an. Wir alle müssen uns disziplinieren und soziale Kontakte einschränken, wo immer es geht. „Zu Hause bleiben“ heißt auch tatsächlich zu Hause zu bleiben und Ansammlungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen z.B. auf Spiel- und Bolzplätzen zu vermeiden. Wenn Trauungen nur noch mit fünf Personen stattfinden können und Beerdigungen im engsten Familienkreis, dann wird deutlich, wie ernst die Lage ist. Alle Kultureinrichtungen, Bildungseinrichtungen, Bäder, Sportstätten, Vereinsräume und Vergnügungsstätten sind durch die Verordnung des Landes nun geschlossen. „Und auch Restaurantbesuche unterliegen nun strengeren Auflagen“, so Bürkle. 

Bei aller Einschränkung sollten wir dabei aber nicht die Hilfe für ältere oder kranke Personen vergessen, die dringend auf Freunde, Familie oder Nachbarn angewiesen sind. Ihnen das zum Leben Notwendige mitbringen, sich mit Ihnen am Telefon austauschen, das ist das, was jeder von uns jetzt tun kann. 

„Bei aller Einschränkung sollten wir dabei aber nicht die Hilfe für ältere oder kranke Personen vergessen, die dringend auf Freunde, Familie oder Nachbarn angewiesen sind. Ihnen das zum Leben Notwendige mitbringen, sich mit Ihnen am Telefon austauschen, das ist das, was jeder von uns jetzt tun kann“, so Bürkle weiter. 

Bürgermeister Jochen Spieß berichtet, dass sich die Bürgermeister kurzfristig bereits am Samstagmorgen getroffen hatten, um abzustimmen, inwieweit öffentliche Einrichtungen der Gemeinden geschlossen werden müssen und wie eine Notfallbetreuung für Kinder zu organisieren ist. „Unser Ziel ist schneller zu sein als das Virus. Die Maßnahmen müssen frühzeitig und in Summe wirken. Nur durch entschlossenes Handeln schaffen wir es, die Verbreitung zu bremsen“, so Spieß. Dankbar ist Jochen Spieß, der Vorsitzender der Bürgermeisterkonferenz im Kreis Sigmaringen ist, den Vereinen, Kirchen und Initiativen: „Fast alle haben ihre Aktivitäten auf Null heruntergefahren. Und null heißt: Auch kein Fußballtraining und kein Lauftreff an der frischen Luft. Das zeigt: Wir sind bereit, Einschnitte im Alltag zu akzeptieren und konsequent zu handeln. Hierüber bin ich wirklich erleichtert.“

Froh sind die Landrätin und die Bürgermeister auch, dass das Land im Zuge einer Eilverordnung Veranstaltungen über 100 Personen und den Zugang zu Krankenhäusern und Pflegeheimen verboten hat. „Das hätten wir sonst heute auch für den Landkreis selbst so geregelt“, sagt Bürkle. Allgemeinverfügungen hierfür sind nun aber nicht mehr notwendig.

Pressemitteilung vom 16.03.2020: Landratsamt schließt und sagt alle Veranstaltungen ab

Stand 16.03.2020, 13 Uhr gibt es im Kreis 28 positiv getestete Fälle.

Das Landratsamt ist ab morgen für den Bürgerbetrieb geschlossen. Bürger können aber nach vorheriger Terminvereinbarung vorbei kommen, möglichst alle Anliegen sollen weiterhin bedient werden. „Dort wo ein persönlicher Kontakt zwingend erforderlich ist, soll dieser Termin telefonisch vereinbart werden. Grundsätzlich sollten jetzt aber so wenig persönliche Kontakte wie möglich stattfinden.“, so Landrätin Stefanie Bürkle. Die Regelung soll vorerst bis 19. April gelten.

Der Landkreis sagt alle eigenen Veranstaltungen ab. Die Mitarbeiter nehmen nur noch an Besprechungen teil, die gesetzlich vorgeschrieben sind oder die zur Bekämpfung der Corona Krise dienen. „Ganz klar: Wir reduzieren jetzt die Kontakte, wo es geht“, so Bürkle.

Neben dem Landratsamt schließt der Kreis auch alle sonstigen Einrichtungen wie beispielsweise die Kreissporthalle oder das Kreismedienzentrum. Die Deponie in Ringgenbach sowie die Recyclinghöfe bleiben bis auf weiteres aber regulär geöffnet.

Zur Unterstützung des Gesundheitsamts sucht der Kreis dringend für zunächst drei Monate in Vollzeit oder Teilzeit Mediziner oder Biologen, der über Erfahrungen im Bereich der Hygiene und Mikrobiologie verfügt. Interessierte sollen sich an Personalleiterin Renate Brunke unter renate.brunke@lrasig.de oder 07571 102 2100 wenden.

Landkreis verschiebt Kreisbesuch des Ministerpräsidenten ganz

Nachdem bereits der Bürgerempfang verschoben wurde, teilt der Landkreis nun mit, dass der komplette Kreisbesuch des Ministerpräsidenten verschoben werden muss.  Damit finden auch die zunächst geplanten Gespräch mit Bürgermeister, Kreisräten und Abgeordneten sowie der Besuch der Alten Schule und die Diskussion zu Pflegethemen in Veringenstadt nicht statt.

„Ich bin dem Ministerpräsidenten sehr dankbar, dass er versucht, den Besuch zu einem späteren Zeitpunkt nach zu holen“, so Bürkle.

„Ich bedauere sehr, dass ich meinen geplanten Kreisbesuch in Sigmaringen verschieben muss. Aber momentan gehen die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung vor. Ich freue mich aber schon heute auf den Nachholtermin und darauf, mit den Sigmaringerinnen und Sigmaringern ins Gespräch zu kommen“, sagte Ministerpräsident Kretschmann.

Pressemitteilung vom 16.03.2020: 25 Coronafälle im Landkreis Sigmaringen

Zahl steigt deutlich anLandrätin bittet Bevölkerung um UnterstützungLandratsamt entscheidet heute über Veranstaltungsbegrenzungen und Zutrittsbeschränkungen von Pflegeheimen und Krankenhäusern

25 positiv auf das Corona Virus getestete Personen gibt es aktuell im Landkreis Sigmaringen. Nach neun Betroffenen am Freitag wird nun auch anhand der Fallzahlen im Landkreis deutlich, wie rasch die Verbreitung voranschreitet. "Wir sind nun alle gefordert mit zu helfen", sagt Landrätin Stefanie Bürkle. Sie bittet die Bürgerinnen und Bürger ihre sozialen Kontakte einzuschränken und sich an alle Hygiene- und Quarantäneempfehlungen zu halten. "Ich appelliere an alle: Helfen Sie Ihren älteren und erkrankten Mitbürgern, gehen Sie für sie einkaufen und unterstützen Sie sie im Alltag", so Bürkle.
Mittlerweile gibt es in allen Teilen des Landkreises positiv getestete Fälle. Allen 25 Patienten geht es den Umständen entsprechend gut. Sie zeigen nur leichte Symptome wie Schnupfen, Fieber und etwas Husten. „Dennoch müssen wir uns im weiteren Verlauf auch auf schwere und kritisch verlaufende Fälle einstellen“, stellt Dr. Susanne Haag-Milz, Leiterin des Gesundheitsamts klar. Es wurden insgesamt 316 Personen getestet, 112 Personen aus dem Landkreis sind negativ getestet, 170 Befunde stehen aus.
Erstmals wurden nun auch an einigen wenigen Orten im Landkreis Personen aus medizinischen Berufen mit dem Virus infiziert. Diese Personen stehen unter Quarantäne und sind 14 Tage zuhause.
Die Kontaktpersonen zu den Erkrankten, die selbst im medizinischen Bereich arbeiten, können teils unter der Voraussetzung, dass sie selbst gesund sind und strenge Schutzvorkehrungen wie das Tragen von Atemschutz einhalten weiter arbeiten, sodass eine Übertragung auf andere verhindert wird. Gemäß den Empfehlungen des Landesgesundheitsamtes werden sie jedoch engmaschig mit Abstrichen auf das Corona Virus kontrolliert. "Es ist wichtig, dass unser Gesundheitssystem leistungsfähig bleibt. Wir stimmen uns hier besonders eng mit dem Landesgesundheitsamt ab und prüfen für jeden Betroffenen nach strenger Abwägung und Risikobewertung, ob eine weitere Tätigkeit möglich ist", erläutert Dr. Susanne Haag-Milz.
Da auch im Kindergarten in Oberschmeien ein Fall aufgetreten ist, bleibt der Kindergarten bereits heute geschlossen.
Das Testcenter wird in der ehemaligen Oberschwabenkaserne in Hohentengen realisiert, nachdem sich am Wochenende dort ein Platz finden ließ, der zentral im Landkreis liegt, problemlos angefahren werden kann und beispielsweise auch einen Wasseranschluss bietet. Dort werden seit Sonntag Container aufgestellt, am Mittwoch soll der Betrieb starten. Menschen, bei denen ein Abstrich entnommen werden soll, können nach Vorabstimmung mit dem Hausarzt  und dem Gesundheitsamt mit dem Auto vorfahren. Der Abstrich wird direkt aus dem Auto entnommen. Die kassenärztliche Vereinigung bemüht sich derzeit geeignetes Personal für diese Aufgabe zu finden. Die Hilfsdienste unterstützen intensiv beim Aufbau und dem Start der Teststelle. Die Teststelle soll zur Entlastung der Hausärzte und der Krankenhäuser dienen. Tests sollen zunächst von 18 bis 21 Uhr durchgeführt werden. Die Öffnungszeiten am Abend sind notwendig, damit genug Personal der Hilfsdienste und ein Arzt zur Verfügung steht.
"Die niedergelassenen Ärzte, wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts arbeiten hoch engagiert“ sagt Landrätin Bürkle. „Ab morgen helfen noch einmal über zwanzig Kollegen zusätzlich im Gesundheitsamt aus", erläutert Stefanie Bürkle. Das Gesundheitsamt wurde bereits letzte Woche personell verstärkt.
All diejenigen, die Symptome zeigen und sich entweder in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit einer infizierten Person hatten, sollten sich telefonisch beim Hausarzt melden und einen Test zu vereinbaren. "Jetzt gilt umso mehr: Auf keine Fall unangemeldet beim Arzt erscheinen und konsequent Kontakte meiden", so Dr. Haag-Milz.
Das Sozialministerium Baden-Württemberg prüft derzeit den Erlass einer Rechtsverordnung, die die Durchführung von Veranstaltungen landesweit regeln soll. Sollte diese nicht im Lauf des Montags konkret werden, entscheidet das Landratsamt bis heute Abend, ob per Allgemeinverfügung Veranstaltungen ab einer bestimmten Grenze untersagt oder unter Genehmigungsvorbehalt gestellt werden. Auch wird darüber beraten, ob und ggf. wie der Zutritt zu Krankenhäusern und Pflegeheimen eingeschränkt werden muss.
Am Abend wird Landrätin Bürkle in einer Telefonkonferenz mit allen Bürgermeistern abstimmen, wie Landkreis und Gemeinden in den kommenden Tagen vorgehen. "Kreis und Gemeinden setzen nun alles daran, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Wir wollen uns hier gut abstimmen und genau prüfen, welche Regelungen notwendig und sinnvoll sind. Klar ist aber: Die Lage ist ernst, wir alle müssen uns nun in unserem täglichen Leben einschränken. Jetzt gilt es, solidarisch zu sein. Jeder einzelne von uns trägt  Verantwortung, sich selbst und vor allem andere vor einer Ansteckung zu schützen" so Landrätin Stefanie Bürkle abschließend.

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